7 Tipps, um erfolgreich in einem internationalen Team zu arbeiten

7 Tipps, um erfolgreich in einem internationalen Team zu arbeiten


Heutzutage ist es für die meisten normal in einem internationalen Team zu arbeiten. Die Mehrheit lebt zumindest für eine gewisse Zeit im Ausland oder kennt jemanden, der das getan hat. Etwa ein Fünftel der deutschen Studierenden macht ein Auslandssemester – insbesondere durch das Erasmus Programm an europäischen Universitäten und Hochschulen haben viele Studierende die Möglichkeit Erfahrungen im Ausland zu sammeln, beispielsweise durch ein Auslandssemester oder Praktikum. Aber nicht nur das Studium führt viele ins Ausland, auch ein Interesse an fremden Kulturen oder gute Karrierechancen können dazu motivieren. All das führt dazu, dass sich immer mehr internationale Teams in der Arbeitswelt bilden. Das bringt viele positive Aspekte mit sich, doch können auch Problemfelder entstehen.

Bei CELUS sind wir aktuell 28 Mitarbeiter aus zwölf verschiedenen Ländern und drei verschiedenen Kontinenten. Wie zu erwarten, bringt das die ein oder andere irritierende oder verwirrende Situation mit sich. Wir versuchen dem mit Humor zu begegnen und niemandem etwas übel zu nehmen. Für unseren Arbeitsalltag haben wir sieben Strategien herausgearbeitet, um alle Herausforderungen zu meistern und erfolgreich mit gutem Teamspirit zu arbeiten.

1. Sprecht miteinander

Der erste und wichtigste Punkt: kommuniziert regelmäßig! Ob jours fixes, weeklies, dailies oder schnelle Standups – jede Kommunikation ist gute Kommunikation. Es mögen hier ab und an Missverständnisse entstehen, aber diese anzusprechen hilft auch dabei, sie zukünftig zu vermeiden. Außerdem ist es hilfreich sich kultureller Unterschiede bewusst zu sein und diese beim Kommunizieren in einer internationalen Umgebung im Hinterkopf zu behalten.

Nicole Lontzek

‍Nicole Lontzek, Head of Marketing:
“Kommunikation ist der Schlüssel zu einer gesunden Unternehmenskultur. Besonders in einem internationalen Team ist es enorm wichtig proaktiv und offen zu kommunizieren. Bedenkt dabei aber auch unterschiedliche kulturelle Hintergründe, denn Kommunikation ist das Bindeglied zwischen allen.”

2. Helft ausländischen Teammitgliedern

Schnell vergisst man, dass ein ausländisches Teammitglied nicht nur einen neuen Job hat, sondern vielleicht auch eine neue Wohnung, eine neue Sprache lernen muss und sich außerdem noch durch den Behördendschungel kämpfen muss. Es kann sehr herausfordernd und schwierig sein, sich alle Bereiche des Privat- und Arbeitslebens gleichzeitig neu aufbauen zu müssen. Das Unternehmen sollte seine Teammitglieder in dieser schwierigen Phase daher so gut wie möglich unterstützen und mit Beratung und persönlicher Betreuung zur Seite stehen.

Esmira Alieva

Esmira Alieva, Head of HR:
“Ausländischen Teammitgliedern dabei zu helfen nicht nur im Unternehmen, sondern auch in der neuen Umgebung anzukommen, ist entscheidend. Teilt Alltagserfahrungen und bietet eure Hilfe auch in Situationen an, die vielleicht einfach scheinen. Selbst der Kauf eines U-Bahn-Tickets oder die Eröffnung eines Bankkontos können für einen ausländisches Teammitglied eine Herausforderung sein.”

3. Lernt euch persönlich kennen

Ein elementarer Teil für einen guten Team Spirit ist, die Kollegen nicht ausschließlich im Arbeitskontext kennen zu lernen. Bei CELUS gibt es regelmäßig Events, bei denen wir beispielsweise gemeinsam wandern gehen oder Spiele spielen. Einige ausländische Kollegen haben sich vielleicht noch kein soziales Umfeld aufgebaut und sind froh über neue Kontakte.

Alexandra Zelena

Alexandra Zelena, IT Recruiter:
“Sich auch auf persönlicher Ebene zu kennen ist in jedem Team wichtig. Insbesondere für ein internationales Team ist es wesentlich, kulturelle Eigenheiten zu berücksichtigen und nicht zu unterschätzen. Auf der anderen Seite bereichert kulturelle Vielfalt das Arbeitsumfeld durch unterschiedliche Denkweisen, andere Ideen und unterschiedlichere Standpunkte. Dies kann in vielen Situationen hilfreich sein, insbesondere beim Brainstorming.”

4. Erweitert euren Horizont

Im Alltag sind kulturelle Unterschiede in vielen Situationen bemerkbar. Manchmal merkt ein Kollege mit Migrationshintergrund aber man nicht einmal, dass sein Verhalten nicht der hiesigen Norm entspricht. Lasst euch nicht davon abhalten, das trotzdem anzusprechen. Sich über andere Länder oder Kulturen auszutauschen, kann eine neue Perspektive auf das eigene Heimatland ermöglichen und außerdem bietet es die Möglichkeit viel über internationale Gepflogenheiten zu lernen.

Rui Calsaverini

Rui Calsaverini, Head of R&D:
“Wer sich immer nur mit Bekanntem umgibt und nicht daran arbeitet stets die eigene Perspektive zu erweitern, wird sich dabei erwischen immer nur die gleichen Lösungen für neue Probleme aufzuwärmen. Dafür muss man selbstverständlich nicht unbedingt in ein anderes Land ziehen, aber es erweitert definitiv den Horizont und eine ganz neue Wertschätzung für Inhomogenität eröffnen.”

5. Home Office für jeden

Während der COVID-19 Pandemie musste jeder, bei dem es irgendwie möglich war, von zu Hause aus arbeiten. Das bedeutete nicht nur für die Arbeitnehmer eine große Herausforderung, sondern auch für Arbeitgeber. Das Management musste sowohl für den sozialen als auch technischen Bereich schnell Lösungen finden und das Team koordinieren. Nachdem das bei CELUS sehr gut funktioniert hat, ist es seitdem für jeden Mitarbeiter möglich, unbegrenzt im Home Office zu arbeiten. Die dezentralen Strukturen machen es besonders für internationale Kollegen, die remote arbeiten, einfacher ein Teil des Teams zu sein.

Alexander Pohl

Alexander Pohl, CTO:
“Wir sind ein Cloud Native Unternehmen. Das bedeutet für uns auch, dass jeder die Freiheit haben sollte zu arbeiten wann und wo er oder sie möchte. Es ist nur logisch dem Ruf gerecht zu werden und diese Freiheiten durch unbegrenztes Home Office zu ermöglichen. Das erhöht nicht nur die Flexibilität, sondern zeigt auch, dass das Unternehmen vollstes Vertrauen in die Eigenverantwortung und Fähigkeiten aller Mitarbeiter hat.”

‍‍6. Findet eine gemeinsame Basis

Neben all den Unterschieden ist es gut eine gemeinsame Basis zu finden, unabhängig von Kultur oder Land. Diese Basis kann alles sein, das jeder gerne mag - bei CELUS ist es definitiv Kuchen! Bei uns gibt es zu jeder Gelegenheit Kuchen - ob an Geburtstagen, zur Feier von Unternehmenserfolgen oder als Wetteinsatz. Bei gemeinsamen Kuchenpausen kommt man auch mit Kollegen ins Gespräch, mit denen man sonst nicht direkt zusammenarbeitet.

Joris Bethune

Joris Bethune, Business Development Manager:
“Kuchen in den Arbeitsalltag zu etablieren ist nicht schwer, man hat aber so viel davon. Man kann beim Kuchen essen gut kommunizieren und dadurch seine Kollegen aus anderen Abteilungen besser kennen lernen. Schlussendlich kann jeder etwas für das Arbeitsklima im Startup tun und eine Atmosphäre schaffen, in der alle gerne arbeiten.”

7. Habt klare Unternehmenswerte und eine Vision

Es ist für alle Unternehmen wichtig, aber besonders für diejenigen mit internationalem Team, spürbare Unternehmenswerte zu haben. Das hilft sowohl dem ganzen Team, als auch jedem Einzelnen, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Eine klare Vision hilft außerdem dabei die individuelle Rolle zu verstehen und zu erfüllen.

Tobias Pohl

Tobias Pohl, CEO:
“Jedes einzelne Unternehmen hat Werte. Nicht jedes kennt sie und befolgt sie aktiv, aber immer, wenn Menschen als Gruppe zusammenkommen, formen sie gemeinsame Überzeugungen und Werte. Solche Werte werden auch von den kulturellen Hintergründen der Teammitglieder beeinflusst. Das macht internationale Teams wie bei CELUS unglaublich spannend, aber manchmal eben auch herausfordernd. Hinter Werten zu stehen und sie offen auszuleben, gibt dem Team Stärke und ein Gefühl der Sicherheit, das es in einer unbekannten Umgebung braucht. Das ist die wichtigste Aufgabe einer Führungskraft, denn Innovation und revolutionäre neue Ideen entstehen selten in einem Umfeld mit Angst und Unsicherheit. Eine sichere Umgebung zu schaffen und klare Bezeichnungen zeigt allen Teammitgliedern, wohin wir gehen und was ihr Anteil an der Reise ist.”

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